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Raus aus der Schuldenfalle: Wie du mit wenig Aufwand Ordnung in deine Finanzen bringst

Hast du das Gefühl, deine Schulden wachsen dir über den Kopf? Damit bist du nicht allein, über fünf Millionen Menschen in Deutschland gelten als überschuldet. Jede Schuldensituation ist einzigartig. Wir maßen uns nicht an, für jeden die perfekte Lösung zu haben. Doch wir möchten dir Möglichkeiten zeigen, dich erfolgreich aus der Schuldenfalle zu befreien.

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Moritz Rupp
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Verschaffe dir einen Überblick

Der erste - und für viele der schwerste - Schritt ist immer, den Schulden ins Auge zu blicken. Doch du wirst sehen, wenn du alle Verbindlichkeiten, alle offenen Rechnungen und Mahnungen zusammengestellt hast, wirkt es wie ein Befreiungsschlag. Schreibe dir - am besten anhand deiner Kontoauszüge - auch alle laufenden Ausgaben auf, wie Mitgliedsbeiträge, Raten und Verträge. Welche Ratenkredite bedienst du, wie lange laufen sie noch? Dann listest du deine Einkünfte auf: Dein Gehalt, etwaige Boni oder Unterhaltszahlungen. Prüfe auch, ob dir vielleicht staatliche Fördermittel zustehen, von denen du nichts wusstest. Hast du als Auszubildende vielleicht Anspruch auf Ausbildungsförderung oder Wohngeld?

Welche Schulden zuerst zahlen?

Als erstes solltest du Mietschulden, Steuerschulden und eventuelle Strafzahlungen oder Bußgelder begleichen, denn hier sind die Konsequenzen am bittersten. Wenn du jung bist, steckst du vermutlich durch Konsumschulden in der Schuldenfalle. Das sind die teuersten Schulden, denn sie entstehen durch Dispokredite, Kreditkarten und Ratenkredite mit sehr hohen Zinsen. Der Dispokredit lässt dich dein Girokonto überziehen, doch dafür zahlst du bis zu sechzehn Prozent Zinsen. Kreditkartenschulden entstehen, wenn der fällige Betrag nicht abgebucht werden kann. Ratenkredite sind Kleinkredite, die dir deine Bank ohne Sicherheiten einräumt. Sie sind etwas günstiger, aber sieben Prozent Zinsen können auch hier fällig werden. Versuche, diese Schulden möglichst schnell zu begleichen, denn die hohen Zinsen stehen deinem Ziel, schuldenfrei zu werden, im Weg.

Wie soll ich meine Schulden zahlen?

Das ist der Knackpunkt, denn könntest du deine Schulden zahlen, hättest du ja kein Problem. Deswegen schlagen wir vor, dass du deine Zahlungsschwierigkeiten von vier Seiten attackierst:

-> Haushaltsbuch führen

-> Ausgaben verringern

-> Einnahmen erhöhen

-> Kreditbedingungen verbessern

Haushaltsbuch führen

Es gibt keine bessere Möglichkeit, sich die eigenen Ausgaben bewusst zu machen, als ein Haushaltsbuch zu führen. Du wirst ungeahnte Sparpotenziale entdecken, die du einfach ausschöpfen kannst. Führe ab sofort konsequent Buch über jeden Cent, den du einnimmst oder ausgibst. Es gibt viele kostenlose Apps, die dir die Arbeit erleichtern. Notiere vor allem auch bargeldlose Vorgänge wie Daueraufträge oder Zahlungen für Online-Bestellungen. Ausgaben, die vierteljährlich oder jährlich auftreten, teilst du durch zwölf und verteilst sie auf die Monate.

Ausgaben verringern

Jetzt hast du alle überflüssigen Ausgaben aufgespürt und kannst sie künftig vermeiden. Ausgaben einzuschränken ist nicht angenehm und erfordert Disziplin, aber dein großes Ziel ist es, frei von Schulden, Angst und ständig nagenden Geldsorgen zu leben.

-> Nimm dir einen Kaffee mit, kein Coffee-to-go.
-> Kündige unnötige Verträge wie ungenutzte Mitgliedschaften oder überflüssige Abos.
-> Keine Spontankäufe und auch keine Ratenkäufe.
-> Vergleiche aktuelle Angebote von Gas, Strom und Handytarifen.
-> Erstelle vor dem Einkaufen einen Einkaufszettel.
-> Kaufe Eigenmarken beim Discounter.
-> Koche selbst, statt auswärts zu essen oder Essen liefern zu lassen.

Im Internet gibt es diverse Portale, die dir helfen, Verträge oder Tarife zu vergleichen. Sobald du eine klare Übersicht über deine Einnahmen und Ausgaben hast, erstellst du einen Rückzahlungsplan. Schaue dir an, wie viel Geld dir jeden Monat bleibt, und zahle dann planvoll deine Schulden zurück.

Einnahmen erhöhen & Kreditbedingungen verbessern

Deine Einnahmen zu erhöhen ist ebenfalls nicht so einfach möglich, doch ein paar Möglichkeiten solltest du ins Auge fassen. Junge Arbeitnehmer, die gerade in den Beruf eingestiegen sind, stecken oft im Mindestlohnsektor fest. Sprich mit deinem Chef, ob eine Gehaltserhöhung denkbar ist oder überlege, in einen vernünftig bezahlten Job zu wechseln. Kannst du einen Minijob annehmen? Übrigens kannst du jedes Jahr vom Finanzamt ein paar hundert Euro zurückerhalten, wenn du deine Steuererklärung abgibst. Und noch ein Tipp: Wir von JetztMehrGehalt haben ein Cashback-System entwickelt, jährlich kannst du bis zu 950 Euro erhalten. Trage dich dafür einfach für eine kostenlose Beratung ein und wir prüfen welche Möglichkeiten und Förderungen dir zustehen.

Du hast dir einen Überblick über deine Schulden verschafft, deine Ausgaben gekürzt und einen Plan zur Rückzahlung erstellt. Sprich mit deiner Bank. Ist es möglich, den teuren Dispokredit oder die Kreditkartenschulden durch einen günstigeren Ratenkredit abzulösen? Direktbanken haben oft gute Angebote. Kannst du deine Familie um Unterstützung bitten? Vielleicht können sie ein Auto als Sicherheit anbieten oder eine Bürgschaft übernehmen, um die Kreditzinsen der Bank zu senken?

Fazit:
Schulden erdrücken jede Art von Lebensfreude. Überschuldete Menschen sind von Angst um das Geld beherrscht. Kleinstausgaben wie eine Busfahrt werden zum Problem. Deshalb möchten wir dir mit unseren Tipps helfen, dich aus der Schuldenfalle zu befreien. Wenn du dich mit all dem überfordert fühlst, dann suche eine Schuldnerberatung auf. Die Menschen dort sind ausgebildet, verständnisvoll und helfen dir, mit deinen Gläubigern zu verhandeln. Wir wünschen dir viel Erfolg und beraten dich bei Fragen gerne. Bitte beachte: Dieser Text erläutert Beispiele und ersetzt keinesfalls eine Schuldenberatung. Bei Fragen zu deinen Schulden wende dich bitte an einen Finanz- oder Schuldenberater.

Häufige Fragen & deren Antworten

Hier findest du die häufigsten Fragen. Deine ist nicht dabei? Wir klären diese im persönlichen Gespräch.

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Wie beginne ich mit der Schuldenregulierung?

Der erste Schritt ist, dir einen Überblick zu verschaffen. Sammle alle offenen Rechnungen, Mahnungen und Verbindlichkeiten. Erstelle eine Liste deiner Einnahmen und Ausgaben, um deine finanzielle Situation klar zu erkennen. So kannst du einen gezielten Plan entwickeln.

Welche Schulden sollte ich zuerst zurückzahlen?

Priorisiere Schulden, die schwerwiegende Konsequenzen haben, wie Mietschulden, Steuerschulden oder Bußgelder. Danach solltest du teure Konsumschulden wie Dispokredite oder Kreditkartenrückstände tilgen, da sie hohe Zinsen verursachen und deine finanzielle Lage verschärfen.

Wie kann ich meine monatlichen Ausgaben senken?

Führe ein Haushaltsbuch, um unnötige Kosten zu identifizieren. Kündige nicht genutzte Abos, wechsle zu günstigeren Strom- und Handytarifen und verzichte auf Spontankäufe. Selbst kleine Einsparungen summieren sich und helfen dir, schneller schuldenfrei zu werden.

Welche Möglichkeiten gibt es, mein Einkommen zu erhöhen?

Prüfe, ob du eine Gehaltserhöhung aushandeln kannst oder ein Nebeneinkommen durch einen Minijob generierst. Reiche eine Steuererklärung ein, um mögliche Rückzahlungen zu erhalten. Zudem kannst du staatliche Förderungen beantragen, die dir finanzielle Entlastung bringen. Wir haben genau dafür ein spezielles Förderprogramm entwickelt, um dir den Zugang zu diesen Förderungen zu erleichtern. Wenn das für dich spannend ist, kannst du dich gerne bei uns melden – einer unserer Experten schaut sich deine Situation an.

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